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Dienst- und arbeitsrechtliche Sanktionen

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In einem Beschluss vom 24. März 2011 hat die Kirchenkonferenz der EKD noch einmal ausdrücklich festgestellt, dass sie Täter eines sexuellen Missbrauchs oder einer Straftat, die den Tatbestand der Kinder- und Jugendpornographie erfüllt, für den kirchlichen Dienst nicht für geeignet hält. In Fällen sexualisierter Gewalt durch Pastoren oder Pastorinnen ist daher ein Disziplinarverfahren einzuleiten. Dafür ist das Landeskirchenamt zuständig. Bei privatrechtlich Beschäftigten ist eine fristlose Kündigung durch den jeweiligen Arbeitgeber angezeigt.

Ehrenamtlich Mitarbeitenden ist die weitere Mitarbeit zu untersagen. In allen Fällen, in denen der Verdacht sexualisierter Gewalt besteht, ist daher sofort der Superintendent oder die Superintendentin zu verständigen. Dieser oder diese sorgt, ggf. mit Unterstützung durch das Kirchenamt oder Kirchenkreisamt, nicht nur für die erforderlichen dienst- oder arbeitsrechtlichen Maßnahmen. Er oder sie leitet in Abstimmung mit dem Landeskirchenamt auch die anderen erforderlichen Schritte ein:

  • Er oder sie sorgt für die Unterstützung und seelsorgliche Begleitung derer, die von sexualisierter Gewalt durch Mitarbeitende der Kirche betroffen sind.

  • Er oder sie unterrichtet die kirchlichen Gremien, in deren Verantwortungsbereich sich ein Fall sexualisierter Gewalt ereignet hat.

  • Er oder sie regelt in Abstimmung mit der Pressestelle der Landeskirche, wann und wie die Öffentlichkeit und die Presse unterrichtet werden. Ohne Abstimmung mit dem Superintendenten oder der Superintendentin dürfen keine öffentlichen Erklärungen abgegeben werden.

  • Er oder sie sorgt bei Bedarf für die seelsorgliche Begleitung der Person, die unter dem Verdacht steht, sexualisierte Gewalt ausgeübt zu haben.

Kontakt

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Pastorin Hella Mahler
Rote Reihe 6
30169 Hannover
Tel.: 0511 1241-650