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Sexuelle Belästigung

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Sexuelle Belästigung ist in der Regel keine Straftat, stellt aber ebenfalls eine Verletzung der Pflichten aus dem Dienst- oder Arbeitsverhältnis dar. Auch in Fällen einer sexuellen Belästigung ist daher ein Disziplinarverfahren einzuleiten oder eine arbeitsrechtliche Sanktion (Abmahnung, ggf. auch Kündigung) zu verhängen. Der Begriff der sexuellen Belästigung ist in § 3 Abs. 4 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) definiert.

Eine sexuelle Belästigung kann den Tatbestand der Beleidigung erfüllen (sog. tätliche Beleidigung). Die Beleidigung ist in § 185 des Strafgesetzbuchs (StGB) geregelt. Die Beleidigung ist allerdings ein sog. Privatklagedelikt, d.h. in der Regel müssen Betroffene selbst eine sog. Privatklage vor dem zuständigen Amtsgericht erheben. Die Staatsanwaltschaft wird nur ausnahmsweise tätig, wenn ein sog. öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht.

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