Unabhängige Kommission

Opfer sexualisierter Gewalt können einen Antrag auf zusätzliche individuelle finanzielle Leistungen an die Landeskirche richten. Diese Leistungen sind mit einem Schmerzensgeld vergleichbar. Für die Beantragung steht ein Vordruck zum Download bereit.

Der Antrag wird an die landeskirchliche Ansprechstelle für Opfer sexualisierter Gewalt gerichtet. Die Ansprechstelle berät und begleitet die Antragsteller. Sie arbeitet unabhängig. Sie ist nicht an Weisungen des Landeskirchenamtes oder anderer kirchlicher Stellen gebunden. Ansprechperson ist Pastorin Hella Mahler.

Die Entscheidung über den Antrag trifft eine Unabhängige Kommission. Ihr gehören drei Personen an: eine Person mit der Befähigung zum Richteramt, eine Person aus dem Seelsorge-Bereich und ein Mitglied der Landessynode. Zurzeit sind dies

  • Christa Elsner-Solar, Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Mitglied der Landessynode
  • Klaus-Peter Schmidt-Vogt, Richter am Verwaltungsgericht i.R., Vorsitzender der Kommission
  • Reinhard Vetter, Pastor, ehemaliger Leiter der Hauptstelle für Lebensberatung der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Die Unabhängige Kommission entscheidet grundsätzlich nach Lage der Akte und gegebenenfalls aufgrund einer nichtöffentlichen mündlichen Verhandlung. Die Landeskirche hat sich verpflichtet, die Vorschläge der Kommission zu übernehmen. Die Kommission ist nicht an Weisungen der Landeskirche gebunden.

Die Unabhängigkeit der Kommission liegt darin begründet, dass sie mit drei externen Mitgliedern besetzt ist. Diese stehen mit ihrer Person für die Unabhängigkeit der Kommission ein. Die Unabhängige Kommission wird durch den Kirchensenat berufen.

Im Kirchensenat sind alle kirchenleitenden Gremien der Landeskirche vertreten. Vorsitzender ist Landesbischof Ralf Meister.